Stuttgart 21 – Und wieder häßliche Auseinandersetzungen
- Juni 21st Juni 2011
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Eskalation der traditionellen “Montagsdemonstration” gegen das Bahnprojekt Stuttgart 21
Bei der Erstürmung einer Baustelle des umstrittenen Bahnprojekts Stuttgart 21 durch mehrere hundert Demonstranten wurden neun Polizisten verletzt.
Es wurden Zäune zum geplanten Grundwassermanagement niedergerissen, teilweise wurden Wassertanks durch Aktivisten besetzt.
Die Situation eskalierte als selbstgebaute Sprengkörper in der Nähe der Polizeikette gezündet wurden.
Durch den Druck der Detonation erlitten acht Beamte ein Knalltrauma, ein weiterer Beamter in zivil wurde brutal zusammengeschlagen und erlitt
schwere Kopf- und Gesichtsverletzungen.
Den Krawallen ging ein friedlicher Protest von ca. 3000 Menschen gegen das 4,1 Milliarden teure Bahnvorhaben voraus.
Der Sprecher für das Projekt, Wolfgang Dietrich, sagte: „Nach meinem ersten Eindruck handelt es sich hier nicht mehr um zivilen Ungehorsam oder Recht auf Demonstration. Das ist schlicht und einfach kriminell.“
Die Projektgegner begründeten ihren Widerstand mit dem Fehlen erforderlicher Genehmigungen für die geplante größere Entnahme von Grundwasser.
In Sprechchören forderten die Gegner eines unterirdischen Bahnhofs den Rücktritt von Bahnchef Rüdiger Grube.
Die Initiative „Parkschützer” wertete die Besetzung einer Baustelle als wichtiges Signal. „Es ist ein Zeichen, dass der Widerstand lebt”, sagte „Parkschützer”-Sprecher Matthias von Herrmann am Montagabend in Stuttgart.
Anmerkung des Autors:
Das Grundrecht auf Demonstrationsfreiheit darf keine Legitimation zur Gewalttaten sein. Erst vor wenigen Wochen wurde, sicherlich aufgrund dieses Bahnprojektes ein “Grüner” Ministerpräsident gewählt. Es liegt nun in seiner Hand Volkes Willen umzusetzen, aber auch er wird vor der Macht der Bahn einknicken.
Die Bahn hatte die Bauarbeiten vor kurzem nach fast drei Monaten Pause wieder aufgenommen – ungeachtet von Forderungen, diese mindestens bis zur Veröffentlichung der Ergebnisse des Stresstests zur Kapazität der geplanten unterirdischen Station Mitte Juli ruhen zu lassen.
Am Mittag hatte die Bahn begonnen, Stützen zu installieren, auf denen ein 17 Kilometer langes Rohrsystem von der Baugrube zu den sogenannten Versickerungsbrunnen montiert werden soll.
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